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Journal Article

Untersuchung eines Doppelspitzschlägels aus dem römerzeitlichen Marmorsteinbruchrevier Spitzelofen in Kärnten, Österreich

Wolfgang Scheiblechner; Stephan Karl; Daniel Modl; Susanne Strobl; Roland Haubner
BHM Berg- und Hüttenmännische Monatshefte · Vol. 166, Issue 7 · pp. 363-369 · 2021

Abstract

Zusammenfassung Ein Doppelspitzschlägel aus dem römerzeitlichen Marmorsteinbruchrevier Spitzelofen in Kärnten wurde untersucht, um dessen Herstellung und Einsatz bei der Marmorbearbeitung beurteilen zu können. Das Eisen wurde in Form von Luppen aus Rennfeuern erhalten. Inhomogene Kohlenstoffverteilungen im Schlägel können auf die Eisenherstellung im Rennfeuer sowie die Verarbeitung durch Schmieden zurückgeführt werden. Das Eisen des Doppelspitzschlägels besteht weitgehend aus Stahl mit eutektoidem (0,8 % C) Kohlenstoffgehalt, wobei vor allem an der Spitze ein Gradient zu fast reinem Ferrit beobachtet wurde. Es wurden die erwarteten Stahlgefüge, wie Perlit, Zwischenstufe, Widmannstättscher Ferrit und Ferrit, gefunden, jedoch kein Martensit. Um dies abzuklären, wurden Spitzen nachgeschmiedet und gehärtet, wobei auch hier kein Martensit an den Oberflächen der Spitzen nachgewiesen werden konnte. Versuche zur Marmorbearbeitung mit einem nachgeschmiedeten Doppelspitzschlägel zeigten, dass eine regelmäßige Nachbearbeitung der Werkzeuge notwendig war, was auch die im Steinbruchrevier gefundenen Schmiedeplätze erklärt.

Bibliographic Information

JournalBHM Berg- und Hüttenmännische Monatshefte
PublisherSpringer
Publication Date2021-07-01
Publication Year2021
Volume166
Issue7
Pages363-369
Document TypeJournal Article
Print ISSN0005-8912
eISSN1613-7531
DOI10.1007/s00501-021-01086-2

Access Information

NARA Access Coverage2005-01-01~Current
Journal Homepagehttps://www.springer.com/journal/501
Publisher PageOpen Publisher Page
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