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Quantifizierung lokaler Grundwassereintritte in die Spree und deren Bedeutung für die Verockerungsproblematik in der Laustiz

Sven Frei; Fabian Wismeth; Benjamin Silas Gilfedder
Grundwasser · Vol. 25, Issue 3 · pp. 231-241 · 2020

Abstract

Zusammenfassung Eine unbekannte, schwer zu bestimmende aber zentrale Komponente in der Verockerungs-Problematik der Spree ist der lokale Grundwasserzufluss. Als Teil dieser Studie wurden mithilfe des natürlichen Tracers Radon ( 222 Rn) die lokalen Grundwasserzuflüsse in die Spree und Kleine Spree im Lausitzer Braunkohlerevier bestimmt. Der gesamte Grundwasserzufluss, für das 20 km lange Teilstück der Kleinen Spree und den 34 km langen Abschnitt der Spree, variierte je nach Messkampagne zwischen ~3.000 und ~7.000 m 3 d −1 (Kleine Spree) sowie ~20.000 und ~38.000 m 3 d −1 (Spree). Entlang der Spreewitzer Rinne, einem vom Tagebauabraum geprägten Aquifer, wurden Flussabschnitte mit besonders hohem, präferenziellem Grundwassereintritt identifiziert (bis zu 70 % des gesamten Zustromes). Für diese Bereiche gelangen große Mengen an gelöstem Eisen aus dem Grundwasser in die Fließgewässer. Basierend auf gemessenen lokalen Eisen- und Sulfatfrachten in beiden Fließgewässern, wurde für das Einzugsgebiet die Menge an zurückgehaltenem Eisen quantifiziert. Für das gesamte untersuchte Einzugsgebiet der Spree liegt die Menge an zurückgehaltenem Eisen durch die Eisenhydroxid-Bildung bei bis zu 120 Tonnen/Tag.

Bibliographic Information

JournalGrundwasser
PublisherSpringer
Publication Date2020-09-01
Publication Year2020
Volume25
Issue3
Pages231-241
Document TypeJournal Article
Print ISSN1430-483X
eISSN1432-1165
DOI10.1007/s00767-020-00452-0

Access Information

NARA Access Coverage1996-01-01~Current
Journal Homepagehttps://www.springer.com/journal/767
Publisher PageOpen Publisher Page
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